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Die Geburt

Die Trächtigkeit dauert meist etwas weniger als 1 Jahr. Ob eine Stute überhaupt trächtig ist, läst sich so einfach garnicht ermitteln. Noch schwieriger ist es, den ungefähren Geburtstermin zu ermitteln.

Trächtigkeitsdiagnose

Nur etwa 50 bis 70% der befruchteten Eizellen entwickeln sich über den 3 Trächtigkeitsmonat hinaus. Daher ist erst ab dem 3 Monat eine Trächtigkeitskontrolle sinnvoll. Das Fötus legt erst im letzten Drittel der Trächtigkeit an Masse zu. Deshalb sieht man in den ersten 7 bis 8 Monaten der Trächtigkeit, kaum einen Bauchzuwachs an der Stute.

Ab dem 7 bis 8 Trächtigkeitsmonat ist das Fötus durch das gezielte Abtasten der Bauchdecke spürbar. Bei einem Druck mit der Handfläche an der rechten hinteren Flanke ist das Fötus im Mutterleib zu spüren. Wer früher zu einer Diagnose kommen möchte muss zu aufwendigeren Trächtigkeitsfestellungen greifen wie z.B. Ultraschall oder Blutprobe.

Die Geburt

Alpakas bringen ihre Fohlen in der Regel ohne Hilfe und ohne medizinische Unterstützung zur Welt. Allerdings klappt die Geburt nicht immer reibungslos. 90% aller Fohlen werden in den Vormittagsstunden geboren. Ein Grund dafür kann sein, dass Alpakas ihr Fohlen nicht trocken lecken und bis in die Abendstunden das Neugeborene von selbst trocknet.

Bei einer normalen Geburt erscheinen nach dem Blasensprung zuerst die Nase und die Vorderbeine.  Erscheint nur ein Vorderbein und kommt trotz starker Presswehen nicht das zweite innerhalb von 15 Minuten zum Vorschein, kann dieses zurückgeschlagen sein und muss durch Zurückschieben des Fohlens und Ausrichten des Beines korrigiert werden. Klar ist jedoch, dass bei Komplikationen Unerfahrene den Tierarzt rufen müssen.

Die Nachgeburt

Die Nachgeburt sollte innerhalb von 2 Stunden nach der Geburt des Fohlens angesetzt sein. Ist das nicht spätestens nach 5 Stunden der Fall, sollte der Tierarzt verständigt werden. Auf keinen Fall darf die Nachgeburt gezogen werden, auch wenn diese über längere Zeit nicht vollständig ausgetreten ist. Ein Abreisen der Nachgeburt kann schwere Schäden an der Gebärmutter nach sich ziehen. Die Nachgeburt muss auf ihre Vollständigkeit kontrolliert werden. 


Was grundsätzlich in der Fohlenzeit vorrätig sein sollte: Kolostrum, Desinfektionsmittel, Kleine Vakuumpumpe, Klistier, Mullbinde zum verbinden eines Nabelbruches.

 
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