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Neuweltkameliden

Wer sich zum ersten mal mit Alpakas beschäftigt, stößt beim Lesen von Fachliteratur unweigerlich auf den Begriff "Neuweltkameliden". Der Anfänger fragt sich, was dieser seltsam klingende Name eigentlich mit Alpakas zu tun hat.


Der Begriff Neuweltkameliden leitet sich aus der Bezeichnung der Kamele ab. Neuweltkameliden sind die höckerlosen Kamele der Neuen Welt Südamerikas. Die Gattung umfaßt nicht nur die uns bekannten Arten Lama und Alpaka, sondern auch die heute noch wild lebenden Arten Vikunja und Guanako. Der Begriff dient damit als Sammelbezeichung für die oben aufgezählten Tiere.

Gemeinsame Vorfahren

Die Neuweltkameliden haben mit den Altweltkameliden (Trampeltier und Dromedar) gemeinsame Vorfahren, die etwa vor 40 Millionen Jahren in Nordamerika lebten. Von dort wanderten die Ahnen der heutigen Altweltkameliden über die Landbrücke im Bereich der Beringsee nach Asien. Ein anderer Teil wanderte nach Südamerika aus und entwickelte sich dort zu den Neuweltkameliden.

Paarhufer

Neuweltkameliden sind Paarhufer und zählen innerhalb dieser Ordnung zur Unterordnung der Schwielensohler (Tylopoda). Die Sohlenflächen der beiden Zehen sind mit dicken, federnden Schwielen gepolstert. Die Domestikation der Tiere begann etwa vor 7000 Jahren. Damit zählen sie zu den ältesten Nutztieren der Menschheit.

Geburt und Lebensalter

Die weiblichen Tiere sind mit etwa zwei Jahren zuchtreif. Die Tragzeit beträgt ca. 350 Tage. Es sind aber auch schon Extremwerte von 327 bis 386 Tagen beobachtet worden. Zwillingsgeburten sind sehr selten. Weibliche Tiere können bis ins hohe Alter fruchtbar sein. Bei Lamas und Alpakas existieren ca. 30 Farbschläge. Es gibt einfarbige und gefleckte Tiere. Das Lebensalter von Lamas und Alpakas liegt bei 18 bis 20 Jahren.


 
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